Wollen Sie zum ersten Mal mit Hydroanbau züchten? Eine gelungene Hydrokultur fängt mit einem guten Medium an. Bauen Sie beispielsweise Cannabis auf Steinwolle, Kokosfasern oder Hydrogranulat an? Und was macht eigentlich ein Tropfsystem oder eine deep water culture aus? In diesen Anweisungen für den Hydroanbau für Anfänger erklären wir alles und suchen gemeinsam das beste Hydroponikmedium für Sie!



In diesem Artikel:

Was ist Hydroanbau?

Hydroanbau wird auch als Hydrokultur bezeichnet und bedeutet eigentlich, auf Wasser anzubauen. Es ist weit verbreitet beim Anbau von Cannabispflanzen. Beim Hydroanbau wächst Ihre Cannabispflanze nicht im Boden, sondern auf einem anderen Medium wie Steinwolle, Kokosfasern oder Hydrogranulat. Sie können direkt in einem dieser Wachstumsmedien anbauen, aber Sie können auch ein Deep Water Culture System oder ein Tropfsystem verwenden.

Ein solches hydroponisches Medium ist sehr leicht. Teilweise aus diesem Grund sind die Wurzeln Ihrer Pflanzen ständig von Wasser umgeben. Auf diese Weise können sie Sauerstoff und Nährstoffe sehr gut aufnehmen. Die Wurzeln haben viel Raum, um sich zu entwickeln, sodass Sie enorme Wurzelsysteme ausbilden können, die eine fantastische Basis für Ihre Cannabispflanze bilden. Wollen Sie es versuchen? Dann sollten Sie neben einem geeigneten Medium auch speziellen Dünger verwenden. Für jedes Medium gibt es eine spezielle Art von Dünger. Der Hydroanbau ist im Vergleich zum Anbau auf dem Boden besonders schwierig, insbesondere wenn Sie mit einem Tropfsystem oder deep water culture arbeiten.

Deep Water Culture oder Tropfsystem für Cannabis

Hydroanbau ist keine ganz einfache Sache. Mit einem künstlichen Substrat wie Steinwolle, Kokosfasern oder Hydrogranulat ist es noch nicht getan. Zumindest dann nicht, wenn Sie sich für deep water culture oder ein Tropfsystem entscheiden. Mit diesen beiden Systemen wird die Bewässerung kontinuierlich für Sie erledigt. Aber was sind diese Systeme eigentlich?

„Tropfsystem“ spricht für sich. Sie können es in Kombination mit Steinwolle, Kokosnuss, Ton- oder Hydrogranulat verwenden. Ihre Cannabispflanze befindet sich dann einfach in einem Topf, der mit diesem Medium gefüllt ist. Das Tropfsystem lässt ständig Nährstoffe und Wasser auf das Medium fallen. Unter den Töpfen befindet sich ein Wasserreservoir, das das Nährwasser sammelt, sodass es anschließend wieder verwendet werden kann. Ein Tropfsystem für Cannabis ist nützlich, da Ihre Cannabispflanzen beim Hydroanbau nicht trocken sein sollten. Deshalb ist der Hydroanbau ohne Tropfsystem sehr arbeitsintensiv, wenn es nicht automatisiert wird.

Bei Deep Water Culture befinden sich Ihre Pflanzen auch in einem Topf, der mit Steinwolle, Kokosnuss, Ton- oder Hydrogranulat gefüllt ist. Die Wurzeln können jedoch leicht durch dieses Medium hindurch wachsen. Das ist auch der Zweck, denn bei einer Tiefwasserkultur werden die Wurzeln der Cannabispflanze in einem Behälter mit Wasser und Nährstoffen gesammelt. Das Wasser wird mittels einer Luftpumpe und / oder Luftsteinen mit Sauerstoff versorgt. 

Hydroanbau und Dein Freund und Helfer

Denken Sie daran, dass bei einem solchen System viel zu beachten ist und dass es bald so aussieht, als würden Sie professionell kultivieren. Wenn die Polizei kommt, um zu sehen, ob Sie sich an die Regeln halten, besteht die Möglichkeit, dass Sie alle Ihre Sachen abgeben müssen, da es nicht mehr um den Anbau in kleinem Maßstab für Ihren eigenen Gebrauch geht. Ob sie richtig gehandelt haben, spielt keine Rolle. In vielen Ländern sind dies einfach die Regeln für Weedanbau.

PH-Wert beim Hydroanbau

Sowohl bei der deep water culture als auch bei einem Tropfsystem sollten Sie den pH-Wert, den EC-Wert und die Nährwerte genau beachten. Sie müssen ihn jeden Tag messen und gegebenenfalls anpassen. Der pH-Wert ist der Säuregehalt des Wassers. Auch bei anderen Formen der Hydrokultur ist es für Ihre Pflanzen von entscheidender Bedeutung, den pH-Wert im Auge zu behalten. Der ideale pH-Wert unterscheidet sich auch vom Anbau im Boden. Stellen Sie in jedem Fall sicher, dass der pH-Wertzwischen 5,8 und 6 liegt.

Sie können auch direkt in einem hydroponischen Medium anbauen. Dies dauert nur sehr lange, da Sie kontinuierlich darauf achten müssen, dass die Wurzeln nicht trocken werden. 


Weed auf Kokos-Substrat

Kokos-Substrat

Cannabis auf Kokos anzubauen ist ziemlich einfach. Sie können dies sowohl mit als auch ohne deep water culture oder Tropfsystem tun. Kokos-Substrat hat eine Reihe von Vorteilen gegenüber anderen Arten von Cannabis-Substraten. Diese einfache Art des Hydroanbaus kommt dem Anbau von Cannabis auf der Erde am nächsten. Kokos-Substrat ist ein sehr luftiges Medium, daher haben die Wurzeln mehr als genug Platz, um Sauerstoff aufzunehmen und zu wachsen. Da das Wurzelsystem optimal wachsen kann, hat Ihre Pflanze während der Wachstumsphase einen Vorsprung. Teilweise aus diesem Grund eignet sich Kokos-Substrat hervorragend für den Anbau von fast flowering strains. Kokos-Substrat ist auch ideal für nachhaltige Züchter. Sie können Kokosfasern wiederverwenden. Ist Ihre Kultur fertig? Dann die neue hinein und los!

Ein sehr großer Vorteil des Anbaus von Cannabis auf Kokosnuss ist, dass es fast unmöglich ist, die Cannabispflanze zu überwässern. Das liegt daran, dass Kokos-Substrat viel weniger Wasser aufnimmt als Erde. Andererseits: Sie müssen darauf achten, dass Ihre Cannabispflanze nicht trockenfällt. Der Anbau auf Kokos ist etwas zeitaufwändiger, da Sie viel Wasser geben müssen. War Ihre Cannabispflanze zu lange trocken? Dann kann sie sich schnell verschlechtern und sogar absterben. Ein Tropfsystem ist daher sicherlich eine gute Überlegung. Es nimmt Ihnen viel Arbeit ab.

Kokos-Substrat und Dünger

Kokos-Substrat enthält selbst keinen Dünger. Somit haben Sie die Düngung selbst in der Hand und können das Risiko von Blattproblemen und Krankheiten selbst kontrollieren. Beim Anbau auf Kokos brauchen Sie während des gesamten Anbaus nur eine einzige Art von Dünger einzusetzen. Z.B. Plagron A&B. Das ist ein ausgewogener Zweikomponenten-Dünger. Mehr braucht man nicht. Also kein Ärger mit Stimulatoren, Boostern und anderen Zusatzstoffen.

Sie können auf 100% Kokosfasern anbauen. Dies ist eine reine Form des Hydroanbaus. Kokos-Substrat ist oft sehr teuer und man muss den pH-Wert und den EC-Wert sehr genau beobachten. Eine sehr geeignete Alternative sind die Cocos Brix von Plagron. Dies sind ausgewogene und komprimierte Klumpen aus Kokosfasern, die sich beim Hinzufügen von Wasser erheblich ausdehnen. Mit Cocos Brix haben Sie sofort ein reines, natürliches und pH-stabiles Medium für Ihre Cannabispflanze.

Wollen Sie mehr über den Weedanbau auf Kokos erfahren? Lesen Sie unseren ausführlichen Blog!


Cocos Brix von Plagron: ausgewogenes Kokos-Substrat

Tongranulate | Hydrogranulate

Hydrogranulate sind für den Hydroanbau mit Cannabispflanzen äußerst beliebt. Hydrogranulate sind eigentlich nur Tongranulate. Sie sind überall verfügbar. Beachten Sie, dass Sie manchmal den pH-Wert von Tongranulat anpassen müssen, bevor Sie sie für Ihre Cannabispflanzen verwenden können. Tongranulat speichert viel Feuchtigkeit, bietet aber weniger Unterstützung für Wurzeln. Infolgedessen ist eine Hydrokultivierung mit Tongranulat ohne eine Tiefwasserkultur oder ein Tropfsystem nahezu unmöglich. Möchten Sie direkt in einem Hydro-Wachstumsmedium ohne komplizierte Systeme anbauen? Dann ist es besser, Cannabis auf Kokosnuss anzubauen.

Hydrogranulate bieten Cannabispflanzen ein extrem luftiges Medium. Sie legen das Tongranulat in einen speziellen Korb. In diesem Korb befinden sich Löcher, durch die die Wurzeln wachsen können. Ein reich gefülltes Wasserreservoir mit speziellen hydro A&B fängt die Wurzeln auf. Weil der Boden so luftig ist, können die Wurzeln frei wachsen und Sauerstoff aufnehmen. Ein ausgewachsenes Wurzelsystem, wenn es auf Hydrogranulat kultiviert wird, sieht daher spektakulär aus. 


Wurzelsystem beim Anbau auf Hydrogranulat / Tongranulat

Weed-Substrat mit Hydrogranulaten kombinieren

Hydrogranulate werden häufig auch in Kombination mit Kokos-Substrat oder Cannabis-Erde verwendet. Auf diese Weise optimieren Sie die Bodenstruktur des Substrats. Indem Sie eine Schicht Hydrogranulat unter Cannabisboden legen, sorgen Sie für eine bessere Drainage. Das Wasser, das Sie den Cannabispflanzen geben, haftet nicht mehr am Boden des Topfes, wo es zu feucht werden und Wurzelfäule verursachen kann. Eine Schicht aus Hydrogranulat macht die untere Schicht des Topfes schön luftig und verhindert solche Probleme.

Eine Kombination aus Kokosfasern und Hydrogranulat gilt als eine der besten Arten von Substrat für Cannabis. Z.B. eine Mischung aus 60% Kokosfasern und 40% Hydrogranulat ist eine ausgewogene Mischung, in der Ihre Cannabispflanzen hervorragend wachsen können. Trotzdem ist es immer noch notwendig, bei dieser Form des Hydroanbaus aufzupassen. Sie sollten regelmäßig gießen und die pH- und EC-Werte genau im Auge behalten.

Anbau von Cannabis auf Steinwolle

Dieses Isoliermaterial ist vielleicht nicht das erste, was einem in den Sinn kommt, wenn man an einen guten Boden denkt, aber Steinwolle ist ein fantastisches Medium für Cannabispflanzen. Es ist sauber und nimmt viel Wasser auf. Dies stellt sicher, dass das Wurzelsystem Ihrer Cannabispflanze kontinuierlich hydratisiert wird. Vorausgesetzt, Sie geben genug Wasser.

Beim Anbau von Cannabis auf Steinwolle sind die Wurzeln gut bedeckt. Teilweise aus diesem Grund hat es einen ausgezeichneten Puffereffekt – das bedeutet, dass Steinwolle Nährstoffe leicht aufnimmt, schützt und gleichmäßig an das Wurzelsystem verteilt. Auch nicht zu vergessen: Es ist sehr günstig!

Dieses Medium hat auch Nachteile. Es ist ziemlich kompliziert, besonders für den Anfänger. Sie müssen viele Faktoren berücksichtigen und es kommt oft einen umfangreicher Anbauplan hinzu. Ohne Tiefwasserkultur oder Tropfsystem kann man nicht auf Steinwolle anbauen. Sie sollten Steinwolle in den gleichen Behälter geben, wie oben für Hydrogranulat beschrieben. Steinwolle hat auch einen relativ hohen pH-Wert. Sie sollten daher zuerst Steinwolle gründlich abspülen und während des Anbaus auch regelmäßig den pH-Wert prüfen


Anbau von Cannabis auf Steinwolle mit einem Tropfsystem

Fazit: ist Hydroanbau für Anfänger geeignet?

Kommen wir gleich zum Punkt: Der Hydroanbau ist nicht für Anfänger geeignet. Es ist besser, in Erde anzubauen, bevor Sie mit der Hydrokultur beginnen. Das liegt daran, dass Sie eine Menge Dinge berücksichtigen müssen und komplizierte Systeme involviert sind. Haben Sie Erfahrung mit dem Anbau auf Boden oder möchten Sie es einfach mal ausprobieren? Dann ist es am besten, sich für den Anbau auf Kokos zu entscheiden, da dies leicht ohne eine deep water culture oder ein Tropfsystem möglich ist. Wollen Sie ein Experiment wagen? Suchen Sie dann nach einer deep water culture oder einem Tropfsystem und entscheiden Sie sich für den Anbau auf Steinwolle oder Hydrogranulat. Aber hüten Sie sich vor Schnüfflern. Ein solches System ist ein Magnet für Spürsinnige und/oder verlängerte Arme des Gesetzes. 

Wollen Sie lieber einfach auf Erde züchten? Lesen Sie unseren Blog ‘Die beste Erde für Weed’. Hier können Sie lesen, was Sie bei Weedböden beachten müssen und wie Sie selbst das beste Substrat für Cannabis herstellen können!