Mängel und Überschuss an Ihrer Cannabispflanze erkennen

In diesem Artikel werden wir genauer auf Ernährungsmängel und -überschüsse bei Cannabispflanzen eingehen. Woher weiß man, dass der Boden aufgebraucht ist und die Pflanze hungrig ist? Ob die Blätter schlaff oder voller brauner Flecken sind? Typische Fragen, die mehr Erklärungen erfordern. Deshalb geben wir unser Bestes, Sie durch diesen Artikel in die Welt der Blattprobleme bei Cannabispflanzen einzuführen.

Die Scheibe der Achtzehn

Sieht Ihre Cannabispflanze verfärbt oder völlig ungesund aus? Es könnte einfach sein, dass Ihre Cannabispflanze einen Mangel an Nährstoffen hat. Wie wir in 'Blattschäden an Cannabispflanzen Teil 1: Problemen Vorbeugen‘ schreiben, brauchen Cannabispflanzen

mehr als nur Wasser und Licht. Sie wachsen im Vergleich mit anderen Pflanzen relativ schnell. Aufgrund dieses Wachstumsschubs benötigen sie jedoch in kurzer Zeit auch mehr Nährstoffe als andere Pflanzen. Aber womit ernährt man nun Cannabispflanzen? Machen Sie Bekanntschaft mit der Scheibe der Achtzehn.

Die Scheibe

Baustoffe

Im violetten Tortenstück sehen wir Licht, Wasserstoff, Sauerstoff und Kohlenstoff. Diese Baumaterialien der Pflanze sorgen dafür, dass das Material wachsen kann. Baumaterialien sind in der Cannabispflanze in Form von Sonnenlicht, Wasser und Kohlendioxid (CO2) enthalten. Mittels Photosynthese werden CO2 und Wasser in Sauerstoff und Glucose umgewandelt. Glucose bildet die Struktur der Pflanze, aber das ist nicht alles, was eine Pflanze braucht, um gesund zu bleiben.

Spurenelemente, Primäre und sekundäre Nährstoffe

Nahrung für Cannabispflanzen gibt es in mundgerechten Stücken. Darin enthalten sind die anderen vierzehn Elemente, die eine Cannabispflanze braucht. Dies ermöglicht der Pflanze, köstliche Knospen für leckeres Gras mit THC, CBD und Terpenen zu schaffen. Diese vierzehn Elemente können in drei Kategorien unterteilt werden:

  1. Primärnährstoffe; Stickstoff, Phosphor und Kalium.
  2. Sekundäre Elemente; Kalzium, Schwefel und Magnesium.
  3. Spurenelemente wie Zink, Natrium und Mangan.

Der Lebenszyklus der Cannabispflanze

In Blattschäden an Cannabispflanzen Teil 1: Problemen vorbeugen haben wir erläutert, dass die Cannabispflanze in jeder Lebensphase Nahrung benötigt. In der Tat kann sie ohne Nahrung nur keimen, wenn der Samen eine ausreichende Keimfähigkeit hat. Junge Pflanzen (Setzlinge) können einige Extras gebrauchen. Vor allem, wenn Sie wollen, dass sie schnell wachsen und stark werden. In der Wachstumsphase benötigt eine Pflanze hauptsächlich Stickstoff, Phosphor und Kalium – die Hauptnährstoffe. Mit fortschreitender Blüte steigt die Nachfrage nach Spurenelementen.

Einfacher Tipp: geben Sie bei einem reichen Nährboden bei jedem Wässern auch Nährstoffe hinzu.

Blattprobleme im Licht der Scheibe der Achtzehn

Jetzt, wo es klar ist, welche Nährstoffe eine Cannabispflanze tatsächlich braucht, werden wir weiter darüber erläutern, was passiert, wenn eine Cannabispflanze unter einem Mangel leidet. Die häufigsten Blattprobleme werden aufgrund von Engpässen im Bereich Primärnährstoffe, Sekundärnährstoffe und Spurenelemente aufgeteilt.

Wir betrachten die Signale, die die Blätter für das jeweilige Element geben. Auf dem Bild sieht man auf der linken Seite ein gesundes Blatt, auf der rechten Seite das Blattproblem.

1. Mangel an Primärnährstoffen: Stickstoff, Phosphor und Kalium

Stickstoff

Stickstoffmangel ist am leichtesten zu erkennen. Das Grasblatt ist viel leichter und von den Spitzen an gleichmäßig gelb. Es ist wichtig, dass sich das Blatt bei Stickstoffmangel leicht anfühlt. Fühlt sich das Blatt schwer an? Dann haben Sie zu viel Wasser gegeben. Hier wird das Blatt schwer und auch einheitlich von den Spitzen her gelb.

Stickstoffmangel

Stickstoffmangel

Symptome von Stickstoffmangel sind (chronologische Reihenfolge):

1. Die unteren Blätter vergilben.

2. Das Blatt verliert seinen Glanz.

3. Das Blatt wird zuerst an den Enden gelb, dann zieht dies langsam zum Herz des Blattes.

4. Die Blätter verlieren die grüne Farbe und verdrehen sich.

5. Die Blätter beginnen abzufallen.

6. Die Cannabispflanzen bleiben kleiner und haben kleinere Blätter.

7. Die Cannabispflanze blüht zu früh und hat einen geringen Ertrag.

Phosphor

Die Erkennung eines Phosphormangels ist im Vergleich zu einem Stickstoffmangel etwas schwieriger. Dies liegt daran, dass einige Symptome denen anderer Mängel oder Überschüsse ähneln. Doch eine Besonderheit sticht hervor: In einem frühen Stadium werden die Grasblätter blaugrün.

Phosphormangel

Phosphormangel

Symptome von Phosphormangel sind (chronologische Reihenfolge):

1. Die Blattstiele färben sich violett.

2. Die Wachstumsrate der Cannabispflanze nimmt ab.

3. Das bekannte Blattproblem: dunkle Flecken (von violett bis schwarz) an den Enden der untersten Grasblätter.

4. Cannabisblätter mit ernsthaftem Mangel werden dunkellila, verdrehen sich, rollen sich zusammen und fallen schließlich von der Cannabispflanze ab.

5. Die Cannabispflanze ist ernsthaft geschwächt und daher anfällig für Krankheiten und Ungeziefer.

Kalium

Hat Ihre Cannabispflanze rostige oder gebrannte Ränder und gelbe bis orangefarbene Blätter voller dunkler Flecken? Dies ist eindeutig Kaliummangel. Ein weiteres auffälliges Merkmal bei Kaliummangel ist, dass die Cannabispflanze seltsam wächst: Die Cannabispflanze hat Verzweigungen an Stellen, wo sie nicht hingehören. Es sieht wie eine genetische Anomalie aus.

Kaliummangel

Kaliummangel

Symptome von Kaliummangel sind (chronologische Reihenfolge):

1. Ältere Blätter werden blass.

2. Die Spitzen der Blätter werden rostfarben und wirken verbrannt.

3. Der Stängel der Cannabispflanze wird schwach, abgemagert und brüchig.

4. Die Anzahl der Zweige kann sich erhöhen.

5. Die Blüte nimmt ab und die Cannabispflanze wirkt deformiert.

2. Mangel an Sekundärelementen: Calcium, Magnesium und Schwefel

Die sekundären Nährstoffe sind wichtig für die allgemeine Gesundheit der Pflanze. Darüber hinaus ist es wichtig, dass Sie nicht zu viel von diesen Nährstoffen hinzugeben, da sonst die Aufnahme anderer Substanzen blockiert wird.

Calcium

Calciummangel

Calciummangel 

Calciummangel ist so zu erkennen:

1. Die unteren Blätter verdrehen und biegen sich.

2. Eine kleine Cannabispflanze mit einem geringeren wird Ertrag produziert.

3. Die Entwicklung der Blüten beginnt langsam.

4. Gelbbraune, unregelmäßige Flecken auf den Blättern und Kerben.

5. Die Wurzeln können an den Enden absterben.

Magnesium

Magnesiummangel

Magnesiummangel 

Bekommt Ihre Cannabispflanze kein Magnesium? Dann treten die Blattprobleme der Cannabispflanze erst nach vier bis sechs Wochen auf. Vor dieser Zeit kann man von außen nicht sehen, dass die Cannabispflanze dringend Magnesium braucht. Die Symptome:

1. Das Blatt ist zwischen den Blattadern vergilbt.

2. Die älteren Blätter haben rostige braune Flecken (besonders) an den Enden.

3. Die Cannabispflanze vermittelt einen insgesamt kränklichen Eindruck.

4. Ältere Blätter trocknen aus und fallen schließlich ab.

Magnesiumuberschuss

Magnesiumüberschuss

Ein Überschuss an Magnesium ist auch ein gut erkennbares Blattproblem einer Cannabispflanze. Die Symptome:

1. Die Blätter werden dunkelgrün.

2. Die Cannabispflanze bleibt kurz, da die Aufnahme anderer Nährstoffe blockiert ist.

Schwefel

Schwefelmangel

Schwefelmangel

Die Blattprobleme von Schwefelmangel sind ebenfalls klar unterscheidbar. Die Symptome:

  1. Junge Blätter bleiben klein und werden hellgrün bis gelb.
  2. Nach einiger Zeit werden die Blattadern ebenfalls gelb und trocknen schließlich aus.
  3. Die Spitzen der Blätter verbrennen, werden dunkel und biegen sich nach unten.
  4. Der Stamm wird hart und hölzern mit violetten Streifen, besonders wenn es insgesamt an Nahrung mangelt.
  5. Die Blütenknospen beginnen langsam und sind schwach, daher ist der Ertrag der Cannabispflanze minimal

3. Mangel an Spurenelementen: Eisen und Zink

Es gibt eine ganze Liste von Spurenelementen, von denen wir nicht im Einzelnen klar die Mängel unterscheiden können. Die Symptome sind zu ähnlich. Bei einem Mangel an Spurenelementen stechen jedoch zwei Mangelerscheinungen hervor: der von Eisen und der von Zink. 

Eisen

Eisenmangel

Eisenmangel 

Wenn ihre Cannabispflanze Eisen benötigt, werden die Blätter vom Herzen her gelb. Sie sehen es vor allem an der Farbe zwischen den Blattadern. Die Symptome (chronologische Reihenfolge):

  1. Vom Herzen beginnt mit jungen Blättern eine Gelbfärbung.
  2. Größere Blätter werden später auch gelb.
  3. Blätter entwickeln schwarze, tote Flecken und fallen schließlich ab.
  4. Das Wachstum der Cannabispflanze nimmt ab und der Ertrag sinkt

Zink

Zinkmangel

Zinkmangel 

Zu viel Zink ist eher ungewöhnlich. Blattprobleme der Cannabispflanze aufgrund Zinkmangels dagegen nicht. Vergilbte Blätter mit verbrannten Spitzen sind eine sichtbare Folge. Die Symptome:

1. Im Falle eines Zinkmangels werden junge Blätter gelb, dünn und werden wund.

2. Junge Blätter sind faltig.

3. Der Stamm am Ende hat Schwierigkeiten, länger zu werden, so bleibt der Auswuchs oft an einem Ort.

4. Die Enden der Blätter entfärben sich und verbrennen.

5. Der Abstand zwischen den Zweigen nimmt ab. Die Cannabispflanze bleibt klein und es gibt praktisch keinen Ertrag, weil die Blüten nicht viel größer als eine kleine Knospe wachsen.

Zu viele Nährstoffe? Was ist genug?

Vielleicht denken Sie, nachdem Sie diese Blattprobleme von Cannabisplanzen gesehen haben: "Wenn ich weiter füttere, dann sollte es in Ordnung sein." Leider ist das nicht der Fall. Cannabispflanzen sind sehr empfindlich. Ein Überschuss oder Mangel an Nährstoffen ist nie gut. Siehe das Bild unten.

Nahrstoffe 

Wenn Sie der Pflanze genügend Nährstoffe geben, wird es ihr nicht unbedingt besser gehen. Die Enden verbrennen, wodurch die ganze Pflanze absterben wird. 

Wie viel Nahrung gibt man nun jetzt einer Cannabispflanze, damit sie gesund bleibt und bleibt? Plagron hat eine klare und einfache Anweisung parat: mit jedem Wässern auch Nahrung verabreichen. Der Ratschlag gilt sowohl für das Wachstum, als auch für die Blütephase der Cannabispflanze. Dies stellt sicher, dass die Pflanze ihre Nahrung allmählich erhält, während sie verbraucht wird, um groß und stark zu werden. Die Menge der Nahrung ist immer auf der Verpackung angegeben. Royal Queen Seeds empfiehlt, 50 bis 100 gr. Vertafort biologische Nahrung mit allmählicher Abgabe mit 20 Liter Erde zu vermengen.

Und das ist noch nicht alles! Achten Sie auf Krankheiten, Schimmel und Seuchen

Wir möchten Ihnen in diesem Artikel sagen, dass es wichtig ist, Ihre Pflanzen gut mit Nährstoffen zu versorgen. Kein Mensch wird mit Wasser und trockenem Brot lange gesund bleiben, und das gilt auch für Cannabispflanzen. Wir hoffen, dass es einfacher wird, Blattprobleme Ihrer geliebten Cannabispflanze zu erkennen und zu lösen.

Sie können jedoch immer noch Ihr Bestes geben, indem Sie die Scheibe von achtzehn beherzigen; Cannabispflanzen können außerdem äußerst lästigen Mietern Obdach geben. Denken Sie zum Beispiel an Krankheiten, Schädlinge und Pilze. Innerhalb kurzer Zeit können sie der Cannabispflanze schwer zu schaffen machen. Oft kommen sie wie aus heiterem Himmel. Wie geht man damit um? Und kann man das Risiko senken? Sie können dies und vieles mehr lesen in: Blattprobleme bei Cannabis-Pflanzen Teil 3 »