Sie erleben bei Ihren Cannabispflanzen Blattprobleme? Zurück zu den Grundlagen

Wenn Ihre Cannabispflanze gelbe Blätter hat, die sich einrollen, ist es oft schwierig, das auf ein einziges Problem zurückzuführen. Daher ist es schwer, Blattprobleme bei Cannabispflanzen zu erkennen. Einfach ausgedrückt: Es kann gleichzeitig mehrere Probleme geben. Daher halten wir es einfach und kehren zu den Grundlagen zurück; den elementaren Bedürfnissen von Cannabispflanzen. Ohne diese Elemente wird Ihre Cannabispflanze nicht wachsen. Wenn diese Bedingungen erfüllt sind, ist es einfacher, Probleme an den Blättern der Cannabispflanze effektiv zu bewältigen.

Der Grundstock einer Cannabispflanze besteht aus mehreren Faktoren, nämlich: 

  1. Boden
  2. Wasser
  3. pH-Wert
  4. Temperatur
  5. Feuchtigkeit
  6. Licht
  7. Ernährung

1. Der Boden

Jede Pflanze braucht Wasser. Für die Cannabispflanze ist der Boden aber noch wichtiger als Wasser. Beim Anbau in Erde muss ein Überschuss an Wasser ablaufen können (siehe: Drainage). Stellen Sie daher sicher, dass Löcher im Topfboden sind oder verwenden Sie einen intelligenten Topf. Das hilft zahlreiche Probleme zu verhindern. Zum Beispiel, dass die Wurzeln nicht aufgrund eines Überschusses an Wasser verrotten können.

Ein feiner Boden

Ein feiner Boden ist luftig und enthält organisches Material wie Pflanzenreste, Pilze und Bakterien. Wenn Ihre Pflanzenerde der auf dem Bild gezeigten ähnlich sieht, haben Sie einen guten Ausgangspunkt.

Wenn die Erde im Topf luftig ist, können die Wurzeln leichter wachsen und sind gut belüftet. Trampeln Sie den Boden daher nie zusammen. Fügen Sie darüber hinaus dem Boden keine Holzspäne hinzu, um die Mischung luftiger zu machen. Cannabis gedeiht auf Holzspänen nicht gut.

Im Freien wirkt ein sandiger Lehmboden wie ein Zauber. Er ist reich an Nährstoffen und stimuliert die natürliche Drainage (Entwässerung). Lehm erlaubt es den Wurzeln ohne viel Widerstand zu wachsen.

2. Wasser

Wenn Sie sich sicher sind, dass der Boden ausreichend entwässert, können Sie die Menge und Häufigkeit der Bewässerung betrachten. Sie versorgen Ihre Cannabispflanze mit sehr viel Wasser. Gießen Sie, bis 10 bis 20 Prozent des zugeführten Wassers aus dem Boden des Topfes herauskommen.

Ihre Cannabispflanze hat gelbe Blätter?

Der Cannabispflanze zu viel Wasser zu geben, kann zu hängenden Blättern führen. Das Blatt ist vom Gewicht des Wassers auf der ganzen Länge nach unten gebeugt. Nach längerer Zeit werden die Blätter blassgelb. Das Blatt fühlt sich noch immer fest an.

Blatter

Wenn Sie zu stark gießen, werden die Blätter der Cannabispflanze hängen und gelb werden.

Zu wenig Wasser

Seltsamerweise beginnt das Blatt auch zu hängen, wenn Sie es mit zu wenig Wasser versorgen. Sie können den Unterschied beim Angreifen bemerken. Trockene Blätter fühlen sich schlaff, dünn und leblos an. Die Blätter der Cannabispflanze können letztendlich völlig herunterhängen, alle Widerstandsfähigkeit verlieren und abbrechen. Eine weitere Folge von Wassermangel ist, dass die Blätter sensibel für Verbrennungen werden. Gerade jetzt wird die Pflanze gegenüber zu hohen Temperaturen und der Platzierung der Beleuchtung besonders empfindlich, wodurch die Punkte braun oder sogar schwarz werden.

Zu wenig Wasser

Sie geben Ihrer Cannabispflanze zu wenig Wasser? Im Handumdrehen fällt die Cannabispflanze wie ein Kartenhaus zusammen. Die Blätter fühlen sich brüchig und dünn wie Papier an.

Wie oft gießen Sie Ihre Cannabispflanze?

Gießen Sie Ihre Cannabispflanze nur, wenn sich die Erde trocken anfühlt. Wie erkennen Sie das? Drücken Sie Ihren Finger vorsichtig in den Boden oder die Kokosnussfasern und wenn sich der Boden an Ihrem ersten Fingerglied trocken anfühlt, ist es Zeit zum Gießen. Geben Sie nur Wasser, wenn der Boden trocken ist.

Anmerkung: Wasser ist selten „nur“ Wasser

Gießen mit Leitungs- oder Regenwasser ist selten „einfach“ Wasser. Es enthält auch Mineralstoffe. Zeichen falschen Wassermanagements sehen auf den ersten Blick oft wie Ernährungsmängel aus. Aus diesem Grund ist es wesentlich, eine korrekte Grundlage für Ihre Cannabispflanze bereitzustellen, bevor Sie an einen Mangel an zum Beispiel Stickstoff oder Phosphor denken.

Sie möchten mehr über die Nährstoffmängel und Überschüsse Ihrer Cannabispflanze erfahren? Dann lesen Sie [TITEL deel 2 blog] »

3. Der pH-Wert

Der Säuregehalt wird in pH ausgedrückt. pH 7 ist neutral und alles darunter ist sauer. Ein pH-Wert von 8 bis 14 ist basisch (oder alkalisch). Der ideale pH-Wert einer Cannabispflanze liegt knapp unter dem neutralen Säurewert. Versuchen Sie einen pH-Wert von 6 bis 7 und der Cannabispflanze wird es gut gehen. Der Grund dafür ist, dass nahe an diesem Säurewert die meisten Nährstoffe perfekt absorbiert werden.

pH-Wert

Sie können den pH-Wert am besten mit einem geeigneten Säuremessgerät messen. Dennoch kann man mit etwas Erfahrung sehen, dass die Cannabisblätter ihre Farbe ändern, wenn sich der Säuregehalt verändert. Der pH-Wert ist dann zu hoch (alkalischer Boden). Eine Ernährung wie Plagron pH min kann den pH-Wert der Cannabispflanze vorsätzlich senken.

Ist der Boden zu sauer? Sie können das an irreparablen Brandflecken an den Cannabisblättern sehen. Wenn Sie nicht eingreifen, verdorrt Ihre Cannabispflanze unter den sauren Bedingungen. Sie müssen rasch handeln. Sie können auch einen zu niedrigen pH-Wert mit der richtigen Ernährung von Plagron lösen.

4. Die ideale Temperatur

Die ideale Temperatur für junge Cannabispflanzen liegt zwischen 20 und 25 Grad. Höhere Temperaturen sind für eine erwachsene Cannabispflanze in Ordnung. Es ist aber wichtig, die Temperatur so konstant wie möglich zu halten. Behalten Sie die Temperatur nachts bei und Ihre Cannabispflanze wird Sie belohnen. Indica-dominante Pflanzen sind widerstandsfähiger als Sativa. Um hohen Ertrag zu gewährleisten, sorgen Sie dafür, dass die Temperatur nicht unter 20 Grad fällt.

Zu Heiss

Eine Cannabispflanze, die zu heiß wird, entwickelt Probleme dabei, schöne Knospen auszubilden.

5. Feuchtigkeit

Cannabis liebt sehr feuchte Luft. Vor allem in der Wachstumsphase. Steigern Sie daher die Feuchtigkeit so sehr wie möglich. Während der Blütephase ist es wesentlich, die relative Luftfeuchtigkeit auf 40 %, mit einem Maximum von 60 %, zu reduzieren. Das verhindert, dass sich Pilze wie Schimmel auf der Cannabispflanze entwickeln oder die Blüten an Knospenfäule leiden. Mit einem einfachen Thermometer und Hygrometer wissen Sie schnell, wo Sie stehen.

Zu feuchte Luft während der Blütephase?

Handeln Sie rasch. Sorgen Sie für frische Luft. Bringen Sie Ihre Cannabispflanze nach draußen in den Wind und stellen Sie drinnen einen Ventilator auf. Das stärkt auch die Fasern der Stängel der Cannabispflanze, damit die Pflanze die riesigen Blütenknospen tragen kann.

6. Licht

Wie viel Licht reicht für eine Cannabispflanze aus? Cannabispflanzen fühlen sich in der prallen Sonne wohl. Bei Autoflowering-Cannabissamen ist es nicht nötig, Lichtpläne zu berücksichtigen. Pflanzen Sie einfach von Mai bis August. Bei Autoflower bedeutet mehr Licht auch mehr Ertrag, aber sorgen Sie dafür, dass die Temperatur unter der Lampe nicht zu hoch ansteigt.

Sorten, die nicht automatisch blühen, werden normalerweise größer. Nicht-Autoflowers, die oft feminisiert verkauft werden, wurden nie mit Cannabis ruderalis gekreuzt und beginnen daher in der Sonne zu blühen, wenn die Tage kürzer werden. Das Gleiche gilt, wenn Sie die Cannabispflanzen drinnen aufstellen. Ihre Cannabispflanze wird erst blühen, wenn die Tage kürzer werden (oder die Beleuchtung nachts länger ausgeschaltet wird).

Blutenbildung 

Sie erhalten beim Starten der Blütenbildung die besten Ergebnisse, wenn Sie 12 Stunden verdunkeln. Wir nennen das einen 12/12-Plan. Während der Wachstumsphase wird häufig ein 18/6-Plan angewendet. 18 Stunden Licht, 6 Stunden Dunkelheit.

24 Stunden Licht

Im Internet kann man Anbauberichte über Experimente mit 24 Stunden Licht während der Wachstumsphase lesen. Berücksichtigen Sie, dass in fast allen erfolgreichen Fällen dem Anbauraum auch CO2 hinzugefügt wurde. Nur Autoflowers können problemlos 24 Stunden Licht ausgesetzt werden. Dieses Verfahren erfordert nicht nur mehr Licht, sondern auch mehr Nährstoffe und Wasser. Es kann in zehn bis dreißig Prozent zusätzlichem Ertrag resultieren, aber die Frage ist, ob die zusätzliche Investition in Energie das wert ist.

7. Ernährung

Ein verbreiteter Anfängerfehler ist anzunehmen, dass Ihre Pflanzen nur Wasser und Licht brauchen, um zu wachsen. Cannabispflanzen brauchen auch Nährstoffe, um eines Tages Gras zu produzieren. Der Boden enthält normalerweise Nährstoffe, welche die Cannabispflanze während ihrer Lebensdauer nutzt. Mit der Zeit enthält der Boden immer weniger Nährstoffe, bis er völlig ausgelaugt ist. Es ist wichtig, Ihre Cannabispflanze während aller Phasen ihres Lebens mit den richtigen Nährstoffen zu versorgen.

Die Cannabispflanze hat gekeimt – die Keimlinge

Babys verzehren Muttermilch, aber Erwachsene haben eine viel abwechslungsreichere Ernährung. Das gleiche Prinzip trifft auf Cannabispflanzen zu. Die Cannabispflanze nutzt in jeder Lebensphase andere Nährstoffe. Sie haben beim Ansetzen Ihrer Cannabispflanze einen reichhaltigen Boden verwendet? Dann reicht diese Ernährung oft aus, damit die Cannabispflanze ihre ersten Blätter ausbildet. Sie können Ihre Keimlinge (die ersten Blätter) mit einer reichhaltigen Ernährung mit Vita Race von Plagron oder Bodenverbesserungsmittel versorgen. Das stellt sicher, dass es Ihre junge Cannabispflanze schnell und gesund in die Erwachsenenphase schafft. Wenn die Zeit vergeht und die Pflanze wächst, braucht Ihre Cannabispflanze mehr.

Lebensphase: Wachstum

In der Wachstumsphase braucht die Cannabispflanze viel Stickstoff, Phosphor und Kalium. Diese Elemente sind auch die ersten, die aus der Erde verschwinden. Obwohl diese Elemente die wichtigsten sind, sind nicht weniger als 18 Elemente aus drei Gruppen für den Anbau einer gesunden Cannabispflanze nötig. Das Allerwichtigste, an das man denken muss, ist Stickstoff. Sie können einen Stickstoffmangel an gelben Blättern erkennen.

Der Zweck des Pflanzenwachstums ist es, die Voraussetzungen für große Knospen zu schaffen. Sorgen Sie dafür, dass die Niveaus von Stickstoff, Phosphor und Kalium nicht zu sehr fallen, sonst hat ihre reifende Cannabispflanze eine schwere Zeit. Sie werden das auch an einer verminderten oder gescheiterten Ernte erkennen.

zu viele Nahrstoffe

Können Sie Ihrer Cannabispflanze zu viele Nährstoffe geben? Siehe oben stehendes Bild für eine „gemästete“ Cannabispflanze. Der Boden wurde durch einen Überschuss an Nährstoffen übersäuert, was zu Verbrennungen der Blätter geführt hat.

Lebensphase: Blütephase

Während der Blütephase transportiert die Cannabispflanze Glucose und andere wichtige Nährstoffe zu den Blüten. Die erforderliche Nährstoffzusammensetzung ändert sich während der Blütephase. Vor allem steigert sich der Bedarf nach den Nährstoffen Kalium und Phosphor. Achten Sie trotzdem darauf, die sekundären Nährstoffe, wie Schwefel, Magnesium und Kalzium nicht zu vergessen. Schwefel regt die Produktion von Terpenen an, welche die Cannabispflanze mit Geschmack, Aroma und ihrer wohlbekannten Wirkung versorgen.

Sie möchten mehr über die Blattprobleme bei Cannabispflanzen erfahren?

Wir haben über die wesentlichen Elemente einer Cannabispflanze gesprochen. Als Erstes wollen Sie Blattproblemen bei Cannabispflanzen vorbeugen, indem Sie diese drei wesentlichen Elemente erfüllen. Nichtsdestotrotz zeigt die Praxis oft, dass es schwieriger ist, als Sie dachten. Vielleicht werden Sie anfangen, diesen Artikel zu lesen, wenn mit Ihrer Cannabispflanze etwas schiefläuft (Blattprobleme).

Unser Rat? Beobachten Sie die Blätter Ihrer Cannabispflanze. Blätter sind schließlich ein besserer Indikator, als es zuerst scheint. Defizite werden durch Entfärbung und Schäden an den Blättern kommuniziert. Im nächsten Artikel werden wir tiefer in die verbreitetsten Mängel bei Cannabispflanzen eintauchen.

Sie möchten mehr über die Nährstoffmängel und Überschüsse Ihrer Cannabispflanze erfahren? Dann lesen Sie [TITEL deel 2 blog] »